Kein Verbrechen wie jedes andere
Warum Mithu M. Sanyals kulturhistorische Analyse zum Thema Vergewaltigung trotz einiger Mutlosigkeiten unbedingt lesenswert ist
Warum Mithu M. Sanyals kulturhistorische Analyse zum Thema Vergewaltigung trotz einiger Mutlosigkeiten unbedingt lesenswert ist
„Jetzt bin ich offiziell hier“, sagt Aurica, als sie endlich am Ziel ist. „Manchmal läutet die Polizei an der Tür und fragt, was mit der Nachbarin ist. Ich spreche ganz leicht. Ruhig, ohne Sorgen – es ist ein total anderes Gefühl.“ Für einen Moment lächelt sie entspannt – und lässt uns ZuschauerInnen ahnen, wie viel Kraft das Leben in der Illegalität kostet.
„Was heißt für Sie: Feminismus?“ fragte der Deutsche Frauenrat vor einigen Wochen. Anlass, mir ein paar grundsätzliche Gedanken zum Thema zu machen. Bin ich Feministin? Und wenn ja, warum?
Latte-macchiato-Mütter, Biedermeier-Bohème – über den Prenzlauer Berg und seine BewohnerInnen ist schon viel geschrieben worden. Ich bin vor zehn Jahren eher zufällig hingezogen. Nun ziehe ich fast genauso zufällig weg. Zeit für eine kleine Bilanz.
Bei immer mehr Dingen setzt der Selbstzerfall schon vor der
Müllhalde ein. Und was tue ich? Ich reklamiere.
163 Millionen – so viel mehr Mädchen und Frauen würden heute in Asien leben, hätten ihre Eltern nicht einen Sohn bevorzugt und die Schwangerschaft deshalb abgebrochen. Mara Hvistendahl hat darüber ein äußerst lesenswertes Buch geschrieben, das nun auf Deutsch erschienen ist.
Es kommt inzwischen so häufig vor, dass man es kaum noch bemerkt: das Um-zu-Argument. Argumente, die mit der eigenen Überzeugung nicht viel zu tun haben, anderen aber eine politische Forderung schmackhaft machen sollen. Doch macht man Menschen so Lust auf Politik? Auf feministische gar?
„Straftäter rein, Gäste raus: Existenz weg“ schreit es vom Gartenzaun der Waldschlösschen-Villa, wo Eleonore Klewitz gelegentlich Kaffee ausschenkt und ein paar durchfahrende Radler bewirtet. Ein Dorf in Aufruhr.
Die Landlust weiß nichts vom wirklichen Leben auf dem Land. Das Jahr geht zu Ende, und wenn es nach der aktuellen Ausgabe der Erfolgszeitschrift Landlust ginge, müsste ich jetzt Sauerkrauteintöpfe kochen, das Haus dekorieren und Wichtelgeschichten lesen. Schließlich bin ich Zielgruppe – oder?